Aktuell steigen die Infektionszahlen leider wieder und die bekannten AHA Regeln wurden um ein “L” ergänzt: Lüften! Da uns in der Vergangenheit einige Fragen zur Belüftung unserer Sporträume im TuS Zentrum erreicht haben, möchten wir an dieser Stelle nochmal explizit erklären, wie wir für frische Luft beim Sport sorgen.

Mit dem Erweiterungsbau der neuen Halle wurde in allen Sporträumen (auch in der alten Halle) eine moderne Lüftungsanlage eingebaut. Die großen Lüftungsrohre unter der Decke sind niemandem verborgen geblieben.

Frische Luft 24/7

Diese Lüftungsanlage läuft 24 Stunden am Tag, an 7 Tagen in der Woche und bläst bedarfsgerecht frische Luft von Außen in die Hallen und Umkleiden, die verbrauchte Luft wird abgesaugt und nach Draußen transportiert. Es ist also Rund um die Uhr, auch wenn kein Sport in den Hallen stattfindet, für eine Frischluftzufuhr gesorgt. Eine kontinuierlich maschinelle Lüftung sorgt am effektivsten dafür, die Verbreitung von Aerosolen zu minimieren.

Zusätzlich dazu haben wir die Sporthallen mit einer intelligenten Fluss-Volumen-Steuerung ausgestattet. Das heißt, dass in den Hallen CO2-Sensoren verbaut sind, die “fühlen” wieviel Luft im Raum verbraucht wird, also wie intensiv das Sporttreiben ist. Wenn der Luftverbrauch steigt, regelt die Anlage automatisch den Volumenstrom und sorgt für eine verstärkte Belüftung, sodass noch mehr Frischluft zur Verfügung steht.

Beispiel: Unser Multifunktionsraum, in dem Indoor Cycling und Yoga stattfinden, hat ein Raumvolumen von ca. 180 m³. Die Lüftungsanlage hat einen maximalen Volumenstrom von 1.200m³/Std. Das heißt, dass die Raumluft innerhalb von einer Stunde mehr als 6x komplett durch Frischluft ausgetauscht wird.

Mittlerweile gibt es für den Ein- und Umbau eine Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Corona gerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden“. Wir haben schon vor Corona auf diese moderne Technologie gesetzt.

Fenster zu!

Laut einer aktuellen Studie des Hermann-Rietschel-Institutes der TU Berlin, zeigten sich die Vorteile der maschinellen gegenüber der Fensterlüftung, da eine Lüftungsanlage durchgehend für eine gleichmäßige Erneuerung der Raumluft und eine deutliche Reduzierung hoher Partikelkonzentrationen sorgt. In der Studie zeigt sich, dass gekippte oder ganz geöffnete Fenster, im Vergleich zu einer kontinuierlich arbeitenden Anlage, nur einen sehr geringen Luftaustausch zulassen. Windstille, Jahreszeit und geringe Temperaturdifferenzen zwischen draußen und drinnen haben großen Einfluss auf die Frischluftrate, selbst bei Stoßlüftung / geöffneten Fenstern. Die Menge der Frischluftzufuhr der Lüftungsanlage ist unabhängig von solchen Kriterien wird zudem noch abhängig von der (ständig durch Sensoren gemessenen) CO2 Konzentration angepasst, ist also bedarfsorientiert. Bei uns ist er Bau und die Einstellung der Lüftungsanlage dabei genau an den jeweiligen Raum angepasst worden.

Damit die Lüftungsanlage diese Vorteile ausspielen kann müssen die Räume geschlossen sein. Das heißt, dass Türen und Fenster während des Sports geschlossen gehalten werden müssen, damit die Anlage optimal funktioniert und die intelligente Steuerung die Frischluftzufuhr ordnungsgemäß steuern kann.

Einzige Ausnahme: Stoßlüften am Ende/Anfang einer Stunde ist sinnvoll und möglich. 

Aus den oben genannten Gründen möchten wir deshalb alle, die im TuS Zentrum Sport machen, nochmals darauf hinweisen und dafür sensibilisieren diese Regeln einzuhalten und gemeinsam darauf zu achten, dass unsere Anlage weiterhin so gut funktioniert und uns alle mit frischer Luft beim Sport versorgt.

Darüber hinaus möchten natürlich auch nochmal auf alle anderen Maßnahmen für den Infektionsschutz hinweisen!