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Traditionell

Das traditionelle Taekwondo unterliegt auf Grund der strukturellen Veränderungen der Dachverbände auch heute noch einem regelmäßigen Wandel, der sich vor allem auf der Aufspaltung Koreas nach dem Koreakrieg gründet. Diese Veränderungen werden besonders beim Betrachten der Formen deutlich. Die neuen Formen, die für die WTF eingeführt wurden und somit auch beim TuS-Hiltrup gelehrt werden, heissen Poomsae und unterscheiden sich von den ursprünglichen Hyongs vor allem in den Stellungen. 

Formenlauf - Poomsae

Beim Formenlauf beschäftigt sich der Schüler mit dem erlernen verschiedener Bewegungsabläufe, die einen Kampf mit einem imaginären Gegner simulieren. Zusammengesetzt ergeben diese Bewegungsabläufe dann die Form.

Die Poomsae werden mit jeder erreichten Gürtelgraduierung komplexer, sodass der Schüler im höheren Anspruch der Formen auch seinen eigenen Fortschritt erkennen kann. Um diese zu erlernen ist allerdings ein hohes Maß an Konzentration notwendig, da die Bewegungsabläufe verinnerlicht werden müssen.

Beim laufen der Poomsae ist vor allem der Ausdruck entscheidend, der einerseits durch die Ästhetik der Bewegungen und den Rhythmus der Abläufe, andererseits auch durch die Konzentriertheit und Körperspannung des Schülers geprägt wird.

Das Formensystem ist folgendermaßen aufgebaut:

Für den Erwerb des 8. und 9. Kup (Gelb-Weiß und Gelb) sind lediglich die 3 Kreuzformen erforderlich. Dies sind Vorstufen der Taeguk-Poomsae, die nur wenige Techniken beinhalten und kreuzförmig in alle vier Himmelsrichtungen ausgeführt werden. Sie bilden die Grundlage für die spätere Arbeit an den verschiedenen Formen. 

Für den 7. Kup bis zum 1. Dan (Gelb-Grün bis Schwarz) müssen die Taeguk-Poomsae gelaufen werden. 

Einschrittkampf - Hanbon Kyeoreugi

Der Einschrittkampf wird immer zusammen mit einem Partner geübt und durchgeführt. Es geht hierbei darum, eine Zweikampf-Situation zu simulieren. Ein Partner greift jeweils mit einem Fauststoß an, worauf der andere Partner entweder durch blocken, ausweichen oder direktem Gegenangriff reagiert. Dies kann dann je nach Fertigkeit des Schülers beliebig kombiniert werden, wodurch immer schwierigere Figuren entstehen.

Wichtig ist, dass der Partner bei der Übung nicht berührt wird, wodurch das Verletzungsrisiko gering gehalten wird. Außerdem ist präzision in der Ausführung entscheidend. Es sollte bei jeder Technik deutlich werden, dass sie auf einen Vitalpunkt gerichtet ist um Effizienz zu gewährleisten.

Selbstverteidigung - Hosinsul

Im Gegensatz zum Einschrittkampf wird beim Hosinsul (Selbstverteidigung) in Partnerarbeit die Verteidigung gegen Halten, Klammern, und Würgen erprobt. Ähnlich wie beim Hanbon Kyeoreugi greift ein Partner an, worauf sich der andere zur Wehr setzt. Die verschiedenen Möglichkeiten werden zuvor gezeigt und können dann eingeübt werden.

Ein wichtiger Unterschied zum Hanbon Kyeoreugi ist auch, dass hierbei der Partner berührt werden muss, wobei von beiden Partnern darauf geachtet werden sollte, dass es sich jediglich um die Simulation einer Verteidigungssituation handelt und sowohl Angriff, als auch Verteidigung nicht mit voller Härte ausgeführt werden.

Bruchtest - Kyopka

Der wahrscheinlich spektakulärste Bereich des traditionellen Taekwondo ist der Bruchtest (Kyopka). Bei dieser Disziplin ist das Ziel, ein Brett (später auch mehrere) mit einer bestimmten Schlag- oder Tritttechnik zu durchbrechen. Hierfür ist neben den körperlichen Anforderungen ein hohes Maß an Konzentration und Selbstbeherrschung von Nöten. Die dicke des Brettes und die Technik, die benutzt wird, hängt hier von der Graduierung und den individuellen Fähigkeiten des Schülers ab.

Man unterscheidet in der Praxis drei Bereiche des Bruchtests, den "Standardbruchtest", den "Massebruchtest", und den "Geschwindigkeitsbruchtest".

Standardbruchtest
Bei einem "Standardbruchtest" wird die Technik auf ein Brett mit einer dem Gürtelgrad entsprechenden Dicke ausgeführt, wobei dieses an mindestens zwei Seiten von einem oder mehreren Personen festgehalten wird. Dieser Bruchtest wird bereits von Schülern bei Prüfungen abgefragt und erfordert ein ausgewogenes Verhältnis der oben aufgeführten Voraussetzungen.

Massebruchtest
Bei einem "Massebruchtest" ist ein enormer Kraftaufwand erforderlich, der hauptsächlich durch die Körpermasse bestimmt wird. Es werden mehrere Bretter, Steine etc. aufeinander gelegt oder besonders dickes Material gewählt, das unbedingt sicher und stabil positioniert oder gehalten werden muss, damit es nicht nachgeben kann und bei ausreichender Krafteinwirkung bricht. Da hier viel Masse bewegt wird, kann in der Endphase keine sehr hohe Geschwindigkeit erreicht werden. Die Einbeziehung des ganzen Körpers ist daher besonders wichtig. Bruchtests auf geschichtete Materialien werden deutlich erleichtert, wenn zwischen jeder Schicht Abstandhalter eingelegt werden. Auf diese Weise überträgt z. B. ein gebrochenes Brett den Impuls auf das nächste, was einer Art Kettenreaktion gleichkommt. Massebruchtests erfordern langjährige Erfahrung und ein hohes Maß an Können. Im Rahmen von Prüfungen werden sie in der Regel nur bei höheren Meistergraden verlangt.

Geschwindigkeitsbruchtest
Bei einem "Geschwindigkeitsbruchtest" wird das Material mit nur einer Hand an der Unterseite gehalten, einfach aufgestellt, an einem Faden aufgehängt oder frei in die Luft geworfen (höchste Schwierigkeitsstufe). Bei einer langsamen Technik würde das Material ungebrochen zurückweichen. Es ist daher wichtig (durch den Einsatz von verhältnismäßig wenig Körpermasse), die Technik stark zu beschleunigen und eine extrem hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Auch dieser Bruchtest erfordert langjährige Erfahrung und ein hohes Maß an Können. Im Rahmen von Prüfungen werden Geschwindigkeitsbruchtests nur bei Graden ab dem 2. Dan verlangt. 

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