Tanzspektakel
Gelebte Vielfalt beim Tanzspektakel 2025

Mit insgesamt 17 verschiedenen Tanzgruppen – darunter dreimal Stepptanz, allerdings mit unterschiedlichen Teilnehmerinnen – von Klein nach Groß war in diesem Jahr beim großen Tanzspektakel am ersten Advent in der Stadthalle Hiltrup wieder alles dabei. Rund 600 Gäste waren der Einladung des TuS Hiltrup gefolgt und schauten sich das bunte Programm an; Ralf Brameier, sportlicher Leiter der Tischtennis-Abteilung und Annika Schwenken, Leiterin der Tanzabteilung, führten wie gewohnt durch den Nachmittag.

Die Jüngsten unter den Tänzer*innen, Nataschas Wackelmäuse, Kinder im Alter von 1,5-3 Jahren gingen in Begleitung ihrer Eltern auf die Bühne und zeigten zu „Eine Muh, eine Mäh“ von Simone Sommerland erste Schritte und Schwünge. Gut, dass die Mamas und ein Papa mit dabei waren – die Perspektive mit dem Blick von der Bühne aus in die vielen Gesichter der Zuschauer*innen war offenbar so beeindruckend, dass hier und da schon mal vergessen wurde zu tanzen. Mama und Papa waren dafür sicher in der Choreografie, bewahrten die Ruhe und machten einfach weiter.

Die etwas größeren Kinder im KiTa- und Grundschulalter schafften das schon gut alleine; ihnen reichte es, ihre Trainerinnen am Rande oder vor der Bühne stehen und vormachen zu sehen. Viele Gruppen gab es in diesem Jahr in den Altersgruppen von 4-7, 7-10 und 10-14 Jahre. Obwohl die Kinder – Mädchen und Jungen – ähnlichen Alters waren, fielen ihre Darbietungen komplett unterschiedlich aus. Hier zeigt sich die große Kreativität der TuS Tanz-Trainerinnen und dass jede von ihnen ihren ganz eigenen Stil mit einbringt. Während Die Tanzenden Sternchen von Verena und Funny Dancers von Paula mit Michael Jacksons „Beat it“ und „Wannebe“ der Spice Girls dem aktuellen 90er Revival huldigten, selbstbewusst über die Bühne hüpften und ausgelassene Partystimmung im Saal verbreiteten, wurde es bei Gabis Dancing Stars andächtig still. In einer beeindruckenden Choreografie, die deutliche Einflüsse zeitgenössischen Tanzes enthielt, zeigten die Mädchen im Alter von 7-10 Jahren auch eine nachdenkliche, zerbrechliche Seite. Ein Wechsel von sich klein machen und verstecken wollen und dann plötzlich aufspringen und groß werden, prägte ihre drei Minuten auf der Bühne; vielleicht ein Spiegel der Gefühlswelt Heranwachsender zwischen Kindesalter und Pubertät?

Die jugendlichen Mädchen setzten währenddessen wie gewohnt auf HipHop. Ihre Tänze – anspruchsvoll, weil es im HipHop noch mehr darauf ankommt, auf den Punkt und synchron zu sein, inklusive einiger komplizierter Formationswechsel – ließen auf einige Jahre Tanzerfahrung schließen.

Auch für die Stepptänzerinnen um Trainerin Simone Dütting kam es darauf an, auf den Punkt und synchron zu sein – wäre doch jeder Fehltritt im wahrsten Sinne des Wortes zu hören gewesen. Von Unsicherheit oder Angst war trotzdem nichts zu spüren, hier flogen die Füße nur so über das Parkett. Besonders beeindruckend stach der Tanz der TuS Tapper II hervor: Der ausgewählte Song enthielt keine eigenen Vocals, so waren die Geräusche der Steppschuhe umso mehr im Vordergrund und mimten den Gesang. Auch der Look passte: Orangefarbene College-Jacken und Nebel auf der Bühne verliehen dem Auftritt einen gewissen Coolness-Faktor.

Unsere Seniorinnen der Tanzgruppe No Limit von Petra waren in diesem Jahr zum zweiten Mal mit dabei. Sie bewiesen eindrucksvoll, dass die Freude an Bewegung und Gemeinschaft keine Altersgrenze hat. Selbstbewusst und souverän – stets lächelnd sowieso – lieferten sie den besten Beweis dafür, dass Bewegung in der Gruppe den Körper und Geist (!) fit hält – waren doch einige von ihnen sogar jenseits der 80 Jahre.

Alle Gruppen, von den Kleinen bis hin zu den Großen, hatten mit viel Liebe zum Detail Kostüme vorbereitet: Es gab Hexen und Feen, bunte geflochtene Zöpfe, Glitzer auf den Haaren und im Gesicht sowie jede Menge selbstgebastelter Accessoires. Hier wurden offenbar weder Kosten noch Mühen gescheut; die Ergebnisse konnten sich sehen lassen!

Ein gutes Beispiel dafür bot die Gruppe von Abteilungsleiterin Annika, die Jazz Feet mit erwachsenen Frauen. Sie performten zu Michael Sembellos „Maniac“ aus dem Film Flashdance und sahen aus wie direkt aus der Zeitmaschine gehüpft: Netzhemden, Stirn- und Schweißbänder sowie Stulpen in Neonfarben, darunter schwarze Shirts und Leggins; die Zöpfe hochgebunden. Richtig tolle Effekte machten kleine Diskokugel-Armbänder, jeweils links und rechts an den Handgelenken der Tänzerinnen; vor allem, weil das Licht im Saal während des Auftrittes fast vollständig erlosch und anstelle dessen Schwarzlicht die Neon-Accessoires zum Leuchten und die blinkenden Mini-Diskokugeln zur Geltung brachte. Tanzen können die Jazz Feet sowieso, zumal einige der Teilnehmerinnen ihrerseits TuS-Tanztrainerinnen sind. So konnten Verena, Natascha und Gabi noch einmal zeigen, was sie selbst draufhaben. Was für ein Highlight!

Zum krönenden Abschluss kamen am Ende des Tages noch einmal alle Tänzerinnen und Tänzer oben auf die Bühne. Zu Andreas Bouranis „Auf uns“ feierte der ganze Saal ausgelassen den Mut und Schweiß, den alle aufgebracht hatten, um dieses Tanzspektakel auf die Beine zu stellen. Alle Zuschauenden standen auf, klatschten, jubelten und sangen laut mit.

Danke für das tolle Event! Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr!

 

Partner & Sponsoren

Danke an alle Partner und Sponsoren, die das Tanzspektakel 2025 unterstützen: