Tischtennis-Herren des TuS Hiltrup bei den Deutschen Pokalmeisterschaften

45 Jahre wird nun schon im TuS Hiltrup Tischtennis gespielt, aber das gab es auch noch nicht: Am Himmelfahrtswochenende durften die Tischtennis-Herren des TuS Hiltrup bei den Deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen spielen. Für dieses bundesweit bedeutsame Turnier hatten sich der Jugendliche Felix Averesch, Leon Mannefeld und Andreas Schimp an spielfreien Wochenenden im Verlauf der Rückrunde qualifiziert. Den Titel in der C-Klasse (bis 2. Bezirksliga) auf Bezirksebene gewannen die drei Hiltruper kampflos – als einzig gemeldeter Verein unter allen 73 Vereinen im Bezirk Münsterland. 

Richtig los ging es mit einer Qualifikationsrunde in Wadersloh. Der ostwestfälische TuS Ahmsen und Gastgeber TuS Wadersloh hatten jeweils mit 0:4 das Nachsehen. Zwei Wochen später dann die WTTV-Endrunde im sauerländischen Menden. Einem 4:0-Sieg im Halbfinale gegen den TTC Nippes (Köln) ließen Felix Averesch, Leon Mannefeld und Andreas Schimp im Endspiel einen 4:2-Erfolg gegen den TTC Wenden (Siegerland) folgen. 

Damit war klar, dass das TuS-Trio Mitte Mai in Hamm würde spielen dürfen. Ausgerechnet Hamm, nur 30 Kilometer entfernt – beinahe ein Heimspiel. Kein anderes Team jedenfalls hatte eine so kurze Anreise. 20 Mannschaften aus ganz Deutschland ermittelten an den ersten drei Turniertagen die Viertelfinalisten. Ein wenig schade war es schon, dass die Hiltruper in der stärksten der vier Fünfergruppen landeten. Das nennt man Lospech. Die beiden Teams, gegen das TuS-Trio verlor, standen sich am letzten Turniertag im Finale gegenüber. Es ging am ersten Tag gut los für Felix, Leon und Andreas. 4:2 gegen die TTSG Schwabstedt/Oldersbek (Schleswig-Holstein). Dem folgte mit dem 0:4 gegen den späteren Sieger DJK 1927 Dossenheim (Hessen) am zweiten Tag der Stimmungskiller. Frisch ausgeschlafen forderten die Hiltruper am dritten Tag morgens um 10 Uhr den TSV Gräfelfing. Die Oberbayern hatten die TuS-ler „am Haken“, aber sie ließen wieder los – 2:4 nach fast drei Stunden. Schnell eine Bratwurst im Brötchen, dann ging´s weiter gegen den USV Jena. Trotz des langen Spiels zuvor bissen die Hiltruper noch einmal auf die Zähne, schlugen die Thüringer mit 4:1. Das reichte zwar nur zu Gruppenplatz drei und damit nichts fürs Viertelfinale, den TuS Hiltrup gut vertreten haben die drei aber allemal. 

Insgesamt rund 120 Pokal-Mannschaften in sechs Klassen bevölkerten die direkt nebeneinander liegenden Dreifachhallen der Friedensschule in Hamm. Es war ein hervorragend organisiertes Turnier mit ganz vielen netten sportlichen Begegnungen, die den dreien sicher lange in Erinnerung bleiben werden. Und die Marke TuS Hiltrup war wieder einmal auf der ganz großen Tischtennis-Bühne sichtbar…..

Text und Fotos: Ralf Brameier/Oliver Petri

Foto 1: von links: Andreas Schimp, Leon Mannefeld, Felix Averesch

Foto 2: Blick in die Halle in Hamm

Foto 3: Der TSV Gräfelfing und der TuS Hiltrup vor dem Dreistundenmatch

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